Geozonen und dipul-Karte: deinen Spot richtig prüfen

Geprüft am

Geozonen (amtlich: geografische Gebiete) sind Bereiche, in denen Drohnen nur unter bestimmten Bedingungen fliegen dürfen – rund um Flughäfen, über Naturschutzgebieten, an Bahnlinien und vielen weiteren Orten. Festgelegt sind sie in § 21h der Luftverkehrs-Ordnung, eingezeichnet auf der kostenlosen dipul-Karte des Bundes. Bevor du an einem neuen Spot startest, gehört ein Blick auf diese Karte dazu.

Stand: Oktober 2026. Kein Rechtsrat. Die dipul-Karte zeigt die Zonen, ersetzt aber nicht die eigene Prüfung der Bedingungen.

Schritt für Schritt

  1. Karte öffnen: maptool-dipul.dfs.de.
  2. Zum Spot springen: Ort suchen oder hineinzoomen. Im FPV Spot Finder kannst du die Koordinaten eines Spots mit einem Tipp kopieren und dort einfügen.
  3. Ebenen prüfen: Farbige Flächen sind Geozonen. Ein Tipp auf eine Fläche zeigt, um welche Zone es sich handelt.
  4. Bedingung lesen: Nicht jede Zone ist ein Verbot – viele verlangen eine Zustimmung, einen Abstand oder eine bestimmte Flughöhe. Entscheidend ist, was für deinen Flug gilt: Hobbyflug, offene Kategorie, mit Kamera.
  5. Umgebung mitdenken: Dein Flugbereich ist größer als der Startpunkt. Ein 5-Zoll-Quad ist in Sekunden 300 Meter weit weg – prüfe den ganzen Bereich, in dem du fliegen willst.

Die wichtigsten Zonen für FPV

Naturschutzgebiete, Nationalparks, Natura-2000-Gebiete. Für Sport- und Freizeitflüge praktisch tabu. Erlaubt nur mit Zustimmung der Naturschutzbehörde oder wenn das Landesrecht etwas anderes regelt.

Wohngrundstücke. Überflug nur mit Zustimmung des Eigentümers oder Nutzungsberechtigten. Die Ausnahme für leichte Drohnen gilt nur ohne Kamera und ohne Funkübertragung – eine FPV-Drohne fällt nie darunter.

Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen, Bahnanlagen. 100 m seitlicher Abstand. Näher geht es nur, wenn deine Flughöhe stets unter dem seitlichen Abstand bleibt und dieser mehr als 10 m beträgt – oder mit Zustimmung des Betreibers.

Flugplätze und Flughäfen. Um Flugplätze 1,5 km, um Flughäfen 1 km plus 5 km entlang der verlängerten Pisten. Kontrollzonen nur mit Freigabe der Flugsicherung.

Industrieanlagen, Krankenhäuser, Behörden, Unfall- und Einsatzorte. 100 m Abstand, sonst Zustimmung nötig.

Freibäder und Badestrände. Nur außerhalb der Bade- und Betriebszeiten.

Was die dipul-Karte nicht zeigt

So spielen Finder und dipul zusammen

Der FPV Spot Finder sucht in deinem Umkreis nach Orten mit wenig Menschen und freiem Gelände und sperrt dabei bereits Punkte in Naturschutzgebieten, nahe Flugplätzen, zu nah an Straßen, Bahnlinien und Wohngebieten. Bei jedem Spot führt „Auf dipul.de prüfen“ direkt zur Karte – dort machst du den verbindlichen Check.

Quellen

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