FPV-Spot-Checkliste: 10 Punkte vor dem ersten Flug

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Ein neuer Spot sieht auf der Karte oft perfekt aus – und vor Ort steht eine Stromleitung mitten im Flugfeld. Diese Checkliste hilft, die typischen Überraschungen vorher zu finden. Die ersten fünf Punkte kannst du zu Hause prüfen, die anderen fünf am Spot.

Stand: Oktober 2026. Kein Rechtsrat – die Regeln selbst stehen im Ratgeber Wo darf ich FPV fliegen?.

Zu Hause

1. Geozonen geprüft? Auf der dipul-Karte den ganzen Flugbereich ansehen, nicht nur den Startpunkt. Naturschutzgebiete, Flugplätze, Bahnlinien und Straßen sind die häufigsten Stolpersteine.

2. 150 Meter zu Wohn- und Erholungsgebieten? Für Copter ab 250 g (Unterkategorie A3) Pflicht – und Parks, Sportplätze und Kleingärten zählen als Erholungsgebiet.

3. Wann ist dort wenig los? Ein Feldweg ist am Dienstagmorgen leer und am Sonntagnachmittag voll. Plane die Uhrzeit mit – der Finder berücksichtigt das mit seinem Zeitprofil.

4. Wetter? Wind in Flughöhe und Böen sind für kleine Copter entscheidender als Regen. Ab etwa 30 km/h Böen wird es ungemütlich. Und: Sonnenuntergang einplanen, denn dein Beobachter muss die Drohne sehen können.

5. Satellitenbild angesehen? Karten sind manchmal veraltet. Ein Blick auf das Luftbild zeigt neue Gebäude, gefällte Wälder oder einen Parkplatz, der in den Kartendaten fehlt.

Am Spot

6. Menschen in der Nähe? Wenn Spaziergänger, Reiter oder Kinder auftauchen: Abstand halten, notfalls landen. In der offenen Kategorie dürfen Unbeteiligte nicht gefährdet werden.

7. Stromleitungen und Masten? Die gefährlichsten Hindernisse im FPV, weil dünne Leitungen im Videobild kaum zu sehen sind. Einmal mit bloßem Auge den ganzen Bereich absuchen.

8. Start- und Notlandeplatz? Eine ebene, freie Fläche zum Starten und Landen, und eine Idee, wohin du im Notfall landest. Hohe Saat, Wasser und Wald sind schlechte Notlandeplätze.

9. Funk und Sicht? Hügel, Wald und Gebäude schatten Video und Steuerung ab. Bleib in Bereichen, in die dein Beobachter sehen kann – das hält gleichzeitig die Verbindung stabil.

10. Beobachter eingewiesen? Er steht direkt neben dir, behält die Drohne im Blick und sagt sofort Bescheid, wenn jemand kommt oder etwas im Weg ist. Vereinbart vorher ein klares Wort für „sofort landen“.

Und wo fange ich an?

Der FPV Spot Finder nimmt dir die ersten drei Punkte zu einem großen Teil ab: Er sucht in deinem Umkreis nach Spots mit wenig Menschen, sperrt Punkte in Schutzgebieten und zu nah an Wohngebieten, warnt vor Stromleitungen und zeigt für jeden Spot das Flugwetter der nächsten Stunden. Den Rest der Liste erledigst du vor Ort.

Quellen

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